Ihre Katzenpension in Leinfelden-Echterdingen für den Großraum Stuttgart
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Romeo und Julia – ein Katzenpärchen, das viele Jahre an einer verwahrlosten Futterstelle lebte…

Gespräch an der Futterstelle…

Romeo, Julia, jetzt wird es Zeit, dass ihr hier endlich wegkommt. Ich denke, ich nehme euch mit zu mir, dann suchen wir für euch ein schönes neues Plätzchen, wo liebe Leute sind, die auf euch aufpassen.

Julia: Warum?

Weil ihr hier nun schon seit über acht Jahren seid. Alles ist dreckig hier, die LKW- und Busfahrer benutzen eure Futterstelle als Clo, überall liegen Scherben und Clopapier. Alles ist schmutzig… Romeo: Ich soll hier weg? Weiß ich, was nachher kommt? Ohne Julia gehe ich sowieso nirgends hin.

Lieber Romeo, ihr werdet nicht jünger, jetzt kommt wieder der kalte, nasse Winter, in dem ihr ständig friert und auch immer euer Näschen läuft. Dann sitzt ihr sowieso nur hier und wartet, dass euch jemand Futter bringt und mit euch redet und schmust.

Julia: Schmusen ist das mit dem Anfassen und Streicheln? Am Anfang fand ich das ungewohnt, jetzt gefällt es mir langsam. Aber nur am Kinn und hinter den Ohren, bloß nicht am Rücken oder Schwanz.

Romeo: Bloß nicht anfassen, das ist das, was Du immer mit mir versuchst.

Ach Romeo, manchmal kommst Du doch schon gefährlich nah zu mir…

Romeo: Mir macht der Dreck hier nichts aus, was soll bei Dir anders sein?

Da ist es warm und gemütlich und sauber. Kannst Du Dich an Merlin erinnern? Der musste vor einem halben Jahr eingeschläfert werden. Er hatte als alter Kerl alle gefährlichen Krankheiten und am Schluss hingen zwischen seinen Krallen und Ballen überall Maden…

Romeo: Was sind Maden? Lieber Maden als…

ROMEO! Vertrau‘ mir.

 

Eine Woche später…

Julia: Wo werde ich jetzt in diesem schlimmen Kasten hingefahren?

Du kommst jetzt zur Tierärztin, wirst untersucht. Dann hole ich Dich heute abend ab und ich zeige Dir, wo der wärmste Platz in Deinem neuen Zimmer ist.

Julia: Ich vertraue Dir.

 

Einen Tag später…

Julia: Au ja, die Heizung ist schön warm für mein Ärschchen, was machen diese kleinen Quälgeister da in MEINEM Zimmer?

Julia, das sind ganz liebe Kätzchen, zwei oder drei Monate alt, scheu, ohne Mama. Die stören Dich sicher nicht.

Julia: Nein, die sind ganz lustig… Wo ist Romeo?

Romeo läuft immer noch an der Futterstelle spazieren. Er wartet jeden Abend auf mich. Glaube mir, früher wäre ich froh gewesen, aber wenn ich ihn jetzt sehe, dann weiß ich, dass er wieder nicht in der Falle sitzt.

 

Eine Woche später…

Julia: Ich glaube, ich rieche nichts mehr und meine Nase ist ganz zu, ich bekomme keine Luft…

Wir gehen zur Tierärztin und wir machen Dir ein Einzelzimmer fertig, damit Du Deine Ruhe hast. Du Arme, ich denke, Du vereinigst alle Viren und Bakterien, die in diesem Hause sind.

 

Gleichzeitig an der Futterstelle:

Bitte, Romeo, geh in die Box. Julia ist krank, aber sie vermisst Dich so sehr.

Romeo: Ich kann mich nicht anfreunden mit dieser Box und all den nachfolgenden nicht greifbaren Dingen, die auf mich zukommen. Ich bleibe mal eine Weile weg…

Romeo, bitte…

 

Drei Wochen später…

Romeo: Jetzt hast Du mich ja, aber ich hatte solchen Hunger. Ich habe schreckliche Angst. Wo ist Julia?

Lieber Romeo, ich kann Dir die Angst nicht nehmen, aber ich verspreche Dir, dass ich immer auf Dich aufpasse, egal was geschieht. Julia geht es ein bisschen besser, aber sie muss noch alleine bleiben. Sie ist inzwischen eine totale Schmusekatze geworden…

Romeo: Was immer das auch ist, ich werde das nie sein…

 

Eine Woche später…

Julia: Jetzt darf ich wieder zu den anderen? Dann ist es nicht so langweilig. Ist Romeo auch da?

Ja, aber er ist sehr scheu und hat seine Ankündigung, nie zur Schmusekatze zu werden, leider wahr gemacht. Er sitzt aber gerne am Fenster und beobachtet den Stall mit den Hühnern, Tauben und Hasen. Jetzt kann man auch schon die vielen Vögel am Futterplatz sehen. Es sind jeden Tag sicher hundert oder mehr…

Julia: Au ja, darauf freue ich mich. Auch auf Romeo.

 

Einen Tag später…

Romeo: Wer ist das, die Du da zu mir setzt? Die riecht ganz anders. Das soll Julia sein? Ich kann das nicht erkennen…

Julia: Wer ist denn das? Was soll ich bei dem? Riecht ein bisschen wie Romeo, aber doch nicht so richtig…

 

Drei Tage später…

Romeo: Also ich geb ja zu, das Kraulen ist doch ganz angenehm. Ich versteife mich dabei aber erst mal richtig, damit Du nicht glaubst, ich genieße… Aber so langsam lasse auch ich mich ein wenig gehen… Ich werde aber nie zur Schmusekatze, merk‘ Dir’s.

Julia: Schmusen ist aber schön, ich mache das auch mit den anderen kleinen Kätzchen, die mögen das auch sehr.

Wie geht es euch beiden jetzt? Habe ich das Richtige für euch getan?

Julia: Na ja, noch haben wir einen langen Weg zum Superwohlfühlen, alles ist noch sehr fremd, aber die Wärme, immer Futter, viel zum Anschauen, weiche Kissen und Decken und viel Liebe und Streicheleinheiten, das ist schon schön und angenehm. Und Romeo riecht auch wieder nach Romeo. Romeo: Ich sagte doch aber, das mit den Streicheleinheiten…

Julia: Ach halt die Klappe Romeo, Du hast ja keine Ahnung…

Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir,
alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir.
Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir,
also sind sie uns gleichgestellte Werke des Allmächtigen Schöpfers – unsere Brüder
Franz von Assisi