Ihre Katzenpension in Leinfelden-Echterdingen für den Großraum Stuttgart
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Ella - die kleine Glücks (?) katze

Als ich damals noch für den Tierschutz aktiv zugange war, wurde ich mal zu einem Garten in Plieningen geschickt, um dort eine junge, sehr hübsche Glückskatze mit ihren drei Babies einzufangen. Die Besitzer wollten keine Katzen im Garten haben.

Irgendwann war die Arbeit vollbracht – von heute betrachtet, würde ich nie mehr eine so freiheitsliebende scheue Katze ihrer Freiheit berauben, egal, ob dies nun ihr Leben verkürzt oder nicht… Aber das Leben ist dazu da, dazuzulernen und damals wusste ich es noch nicht anders.

Die Babies waren schnell vermittelt. Ella, so hatte ich das hübsche Mädchen getauft, wurde leider zu oft als ganz liebe Katze angepriesen und vermittelt, was dann dazu führte, dass die Leute sie bald wieder zurückbrachten, weil sie ja so gar nicht auf den Schoß wollte…

Sehr lange qualvolle Einfangversuche, manchmal sogar mit diesen schrecklichen Fangnetzen, waren damit verbunden. Jedesmal, wenn Ella wieder zurückkam, war sie noch ein wenig scheuer geworden, ich fing nicht bei Null wieder an, sondern mindestens bei minus zehn…

Eines Tages wurde sie nicht mehr zurückgebracht. Eine Tierschutzdame hatte sie in ihrem Keller in der Box eingesperrt und da saß sie tagelang… Für mich war das damals nicht nachzuvollziehen, inzwischen weiß ich, dass das aus Platz- und Bequemlichkeitsgründen oftmals Gang und Gäbe ist. Ella war auch der Grund, meine Zusammenarbeit mit dem Tierschutz zu beenden.

Ich konnte Ella nach langem Bitten, Drohen, Schimpfen irgendwann mitnehmen. Sie hatte ein ganz blutiges Näschen von den Gitterstäben… Das hieß für mich, ich war nicht bei minus zehn, sondern bei minus zwanzig angelangt. Das alles ist über zehn Jahre her…

Ella hat sich das Gartenzimmer mit angrenzendem gesicherten Freilauf ausgesucht. Dieses Zimmer ist mit meiner Wohnung im ersten Stock verbunden, aber Ella kam nie herauf, um mich zu besuchen und sprechen durfte ich mit ihr – je nach Laune – nur mit gewissem Abstand…

War sie glücklich? Wenn sie in der Sonne lag oder gerade eine Maus verspeiste, dachte ich sogar – ja. Aber ganz draußen wäre sie sicher glücklicher geworden. Vielleicht nicht so alt, aber glücklicher. Da ich das untere Zimmer nun als speziellen Raum – den Magic Room – für spezielle Gastkatzen umbauen wollte (siehe dazu meine Internetseite), sollten nun die drei noch dort wohnenden Kätzchen nach oben umziehen.

Rasputina und David schienen darauf schon lange gewartet zu haben und da die Tunnelverbindung zum Gartenzimmer abgebaut war, zogen sie gleich fröhlich und ohne Probleme ins Schlafzimmer, um ausgiebig das Bett und viele Streicheneinheiten zu genießen.

Aber wo war Ella? Zwei Tage lang war sie in einem der Tunnel verschwunden… Ich sah sie nicht mal. Ab und zu saß sie dann im Freigehege und ab und zu kam sie auch ans Gitter. Einmal schleckte sie meine Hand, einmal ließ sie sich kraulen… Nach drei Tagen kam sie dann endlich durch die Katzenklappe ins Schlafzimmer, um ausgiebig zu essen, ohne mich eines Blickes zu würdigen und auch gleich wieder zu verschwinden…

Und dann… ich glaube es immer noch nicht, blieb sie. Und zwar so sehr, dass ich immer noch immer wieder schaue und mich frage: Ist das wirklich Ella? Sie schläft NUR noch auf meinem Bett, wenn ich nicht da bin. Sonst bleibt sie dort sitzen und lässt sich ausgiebig streicheln und… Ella kann schnurren…

Wir beide haben es geschafft!!! Sie gab mir die Chance, mein schlechtes Gewissen zu beruhigen!!! Danke, liebe Ella! Ist das Weihnachten? Ja !!!!!!!

Zusatzbemerkung: Inzwischen ist und isst Ella mit den anderen in der Katzenküche und „breitet“ sich langsam im Wohnzimmer aus. JUUHUHU!!!!

Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir,
alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir.
Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir,
also sind sie uns gleichgestellte Werke des Allmächtigen Schöpfers – unsere Brüder
Franz von Assisi